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Lange Inhaltsstofflisten und schädliche Inhaltsstoffe in Kosmetika! Das wollen wir nicht mehr. Unsere Haut ist unser größtes Organ und verdient daher die beste Pflege. In diesem Blog helfen wir dir, Inhaltsstofflisten zu entschlüsseln, und zeigen dir, welche Inhaltsstoffe du am besten vermeidest.
Schaust du dir manchmal die Inhaltsstoffliste deiner Haut- und Haarpflege an? Zum Glück werden wir uns immer bewusster darüber, was wir auf unsere Haut auftragen. Dennoch kann es manchmal recht schwierig sein, eine Inhaltsstoffliste zu entschlüsseln! Natürlich helfen wir dir dabei gerne.

INCI-Liste
Jeder Hersteller ist verpflichtet, auf Kosmetika anzugeben, aus welchen Inhaltsstoffen das Produkt zusammengesetzt ist. Um Unklarheiten zu vermeiden, werden in Europa dieselben Bezeichnungen für Inhaltsstoffe verwendet. Dafür wurde eine Liste mit Tausenden von Namen erstellt: die INCI-Liste. INCI steht für International Nomenclature of Cosmetic Ingredients, also die internationale Nomenklatur für Inhaltsstoffe in Kosmetika.
Der Inhaltsstoff, der am häufigsten vorkommt, steht am Anfang der Inhaltsstoffliste. Der Inhaltsstoff ganz am Ende kommt also am seltensten vor. Leider enthalten viele Produkte Inhaltsstoffe, die schädlich für deine Haut, deinen Körper oder die Umwelt sind. Diese Inhaltsstoffe möchtest du am liebsten vermeiden!
Alkohol
Alkohol kann die Haut stark austrocknen und reizen. Du findest ihn in vielen Kosmetikprodukten. Dennoch eine kleine Einschränkung: Nicht alle Alkoholarten sind schlecht für die Haut. Cetylalkohol ist zum Beispiel ein fettiger Alkohol und hält die Feuchtigkeit in der Haut, diesen musst du also nicht vermeiden. Weitere gute Alkohole sind: Cetearylalkohol, Myristylalkohol und Behenylalkohol.
Alkohol wird häufig in einem Produkt eingesetzt, weil er antibakteriell wirkt, aber da die Barrierefunktion der Haut geschädigt wird, können schädliche Stoffe tiefer in die Haut eindringen.
Außerdem wird er häufig als Inhaltsstoff in Pflegeprodukten für fettige Haut verwendet. Alkohol regt jedoch die Talgproduktion an und verschlimmert so indirekt die fettige Haut.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Denatured alcohol/ Alcohol Denat, Ethanol, Ethyl alcohol, Benzyl alcohol und Isopropyl alcohol.

Aluminium
Dies ist ein häufig verwendeter Inhaltsstoff in Deodorants. Es ist ein toxisches Metall, das Östrogen in unserem System imitiert und hormonstörend wirkt.
Auf der Inhaltsstoffliste als: aluminium, aluminium chlorohydrate, alum, aluin, potassium alum
Ammonium Lauryl Sulfate (ALS)
Diesen Inhaltsstoff findest du häufig in "natürlichen" Pflegeprodukten als Ersatz für SLS und SLES. Obwohl es eine mildere Variante ist, verursacht ALS Hautirritationen und sollte daher am besten vermieden werden!
Butylated Hydroxytoluene (BHT) / Butylated Hydroxyanisole (BHA)
BHT und BHA findest du unter anderem in Haarprodukten, Sonnenschutzmitteln und Lippenstiften, und diese Inhaltsstoffe werden mit Krebs, Störungen des Hormonhaushalts und Hautirritationen in Verbindung gebracht. Nichts, was du gerne auf der Haut haben möchtest.
Benzalkoniumchlorid
Dies ist ein Desinfektionsmittel und daher vor allem in Haushaltsreinigungsmitteln zu finden. Leider ist es auch in persönliche Pflegeprodukte wie Deodorant und Feuchtigkeitscremes gelangt. Untersuchungen bringen diesen Inhaltsstoff mit Allergien sowie schweren Haut-, Augen- und Atemwegsreizungen in Verbindung.

Kohlenteer
Kohlenteer findest du vor allem in Haarfarbe und Anti-Schuppen-Shampoos. Kohlenteer ist ein Nebenprodukt der Kohleverarbeitung und ist bekannt als krebserregend, verursacht Hautallergien und ist giftig für die Atemwege.
Ethanolamine
Diese Inhaltsstoffe sind oberflächenaktive Substanzen und pH-Regulatoren. Trotz begrenzter Forschung werden sie häufig mit Allergien, Hauttoxizität, Hormonstörungen und gehemmter Entwicklung des fetalen Gehirns in Verbindung gebracht, und das ist noch nicht alles!
Auf der Inhaltsstoffliste als: Diethanolamine (DEA), Acetamide MEA, Cocamide DEA, Lauramide DEA
Ethylendiamintetraacetat
Dieser Inhaltsstoff sorgt dafür, dass andere Chemikalien besser in deine Hautbarriere eindringen, wodurch andere schädliche Inhaltsstoffe den natürlichen Schutz der Haut umgehen und die Haut reizen können.
Phthalate
Phthalate sind Weichmacher und werden verwendet, um Kunststoff flexibel zu halten. In Kosmetika werden sie eingesetzt, um Duft in Parfüm und Farbe in Kosmetika zu stabilisieren. Eine Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass diese schädlichen Stoffe mit einem erhöhten Krebsrisiko und Fruchtbarkeitsproblemen bei Männern und Frauen in Verbindung stehen.
Auf der Inhaltsstoffliste als: di-2-ethylhexyl phthalate (DEHP), di-isononyl phthalate (DINP), diethyl phthalate (DEP), dibutyl phthalate (DBP). Phthalate sind nicht immer auf der Inhaltsstoffliste angegeben. Manchmal verstecken sie sich unter dem Begriff Parfum. Aber Parfum bedeutet nicht, dass es sich immer um Phthalate handelt. Verwirrend, oder?!
Formaldehyd
Dieser Inhaltsstoff kann auch als Konservierungsmittel in Kosmetika gefunden werden. Er wird mit Asthma, Neurotoxizität und Entwicklungstoxizität in Verbindung gebracht und ist im Allgemeinen reizend für Haut, Augen und Lungen.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Benzylhemiformal, Formaldehyde, Methenamine

Homosalat
Homosalat ist ein UV-Filter. Neben seiner hormonell störenden Wirkung besteht auch eine hohe Wahrscheinlichkeit für (allergische) Hautreaktionen.
Farbstoffe
Künstliche Farbstoffe (FD&C, FDC, FD und D&C Farbstoffe) sind synthetische Farbstoffe auf Basis von Kohlenteer. Dies ist ein starkes Allergen und enthält viele giftige Stoffe.
Auf der Inhaltsstoffliste als: FD, FDC oder FD&C colour.
Methylisothiazolinon
Obwohl dieser Inhaltsstoff Bakterien und Pilze hemmt, was natürlich gut klingt, ist er ein Verursacher von Hautirritationen!
Mineralöle
Mineralöle entstehen bei der Verarbeitung von Erdöl. Du kannst sie in vielen Lippenpflegeprodukten und sogar Babyprodukten (!) finden, da sie eine Schutzschicht auf der Haut bilden. Sie haben nur eine einzige Funktion, nämlich die Haut durch eine aufgelegte Schicht vor äußeren Einflüssen abzusperren. Sie schützen die Haut zwar, haben aber ansonsten keine hautpflegenden Vorteile!
Auf der Inhaltsstoffliste als: mineral oil, paraffinum (liquidum), paraffin (wax), petrolatum (vaseline), Petroleum oil
Möchtest du mehr über den Unterschied zwischen Mineralölen und natürlichen Ölen erfahren? Dann lies weiter in diesem Blog.

Octinoxat
Dies ist ein UV-Filter, der den Hormonhaushalt stört und allergische Reaktionen verursachen kann.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Octinoxate, Ethylhexyl methoxycinnamate
Oxybenzon
Dies ist einer der beliebtesten UV-Filter. Neben der Möglichkeit, Hautirritationen zu verursachen, wirkt er auch hormonell störend.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Oxybenzone, Benzpenone-3

Parabene
Das ist sicher ein bekannter Begriff. Parabene sind Konservierungsmittel, die Bakterien und Pilze unterdrücken, wodurch Produkte länger haltbar bleiben. Parabene sind hormonell störend. Wie erkennst du sie auf deiner Inhaltsstoffliste? Sie enden auf paraben.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Isobutypraben, Ethylparaben, Propylparaben, Butylparaben, Methylparaben
Paraffin
Diese Mineralöle stammen aus Erdöl und werden häufig in Lotionen, Gesichtscremes, Lippenbalsam und Haarstylingprodukten gefunden. Obwohl Paraffin nicht in die Haut eindringt, ist es dennoch schlecht für die Haut. Neben Irritationen und Kontaktdermatitis fördert es auch den Abbau von Kollagen. Und Falten wollen wir natürlich am liebsten vermeiden!
PEG Polyethylenglykol
PEG wird unter anderem als Emulgator in Kosmetika eingesetzt. Es stammt aus Erdöl und hat ansonsten keine hautpflegenden Vorteile. Die wichtigsten Sicherheitsrisiken beim Einsatz von PEGs in Kosmetika hängen mit dem Herstellungsprozess und den dabei entstehenden Nebenprodukten zusammen. Mögliche Verunreinigungen sind Ethylenoxid und 1,4-Dioxan, die erheblich schädlich sein können. Außerdem sind PEGs nicht biologisch abbaubar und daher schlecht für die Umwelt!
Auf der Inhaltsstoffliste als: PEG gefolgt von einer Zahl oder Laureth sulfate, Coceth-7, Myreth-10, Myreth-3 laurate, Myreth sulfate, Isosteareth-200 palmitate, Almondeth-20
Phenoxyethanol
Auch dies ist ein Konservierungsmittel, das dafür sorgt, dass ein Produkt länger haltbar ist. Phenoxyethanol kann Hautallergien und sogar Schäden an deinem Nervensystem verursachen.
Propylene Glycol
Propylene Glycol wird verwendet, um Feuchtigkeit zu binden und Wirkstoffe tiefer in die Haut eindringen zu lassen. Es beschädigt deine natürliche Hautbarriere und es besteht daher eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass deine Haut auf Dauer allergisch oder gereizt reagiert.
Parfum
Natürlich ist es schön, wenn dein Duschgel einen herrlichen Duft hat. Für viele Menschen ist das sogar der Grund, ein Produkt zu kaufen oder nicht. Besonders wenn du empfindlich auf Parfum reagierst, sind diese toxischen Stoffe für Irritationen, Überempfindlichkeit und andere Hautprobleme verantwortlich. Du kannst natürlich auch Produkte mit natürlichen Parfums wählen!
Auf der Inhaltsstoffliste als Fragrance, Parfum

Silikone / Siloxane
Silikone sorgen dafür, dass sich ein Produkt weich auf der Haut anfühlt, indem sie eine Schicht über die Haut legen. Sie sind echte Hormonstörer, schließen die Haut ab und beeinflussen das Immunsystem negativ. Außerdem sind sie giftige Stoffe, die schädlich für Fische und Tiere sind.
Auf der Inhaltsstoffliste als: Cetearyl Methicone, Cyclomethicone, Cyclopentasiloxane, Dimethicone, Dimethicone Stearyl, Dimethiconol, Phenyl Trimethicone, Trimethylsilylamodimethicone.
Sodium Lauryl Sulfate (SLS)
Schäumende Produkte geben einem das Gefühl, Haut und Haare besser zu reinigen, aber das stimmt wirklich nicht! SLS ist ein Tensid (oberflächenaktiver Stoff) und sorgt dafür, dass ein Produkt schäumt. Da es ein so günstiges Inhaltsstoff ist, findest du es in etwa 90 % der Duschgels und Shampoos, die du in der Drogerie kaufen kannst. SLS ist nicht so gut für die Haut – es reinigt nämlich so gründlich, dass es auch die natürlichen Öle der Haut entfernt. Das führt zu trockener, gereizter Haut.
Sodium Laureth Sulfate (SLES)
SLES ist eine etwas mildere Variante von SLS, aber auch diesen Inhaltsstoff solltest du am besten vermeiden. Bei der Herstellung von SLES kann Ethylenoxid freigesetzt werden – ein bekanntes krebserregendes Stoff, Störstoff des Nervensystems und Entwicklungstoxin. Höhere Konzentrationen (mehr als 1 %) können Haut- und Augenreizungen verursachen. Nochmals: Auch wenn etwas gut schäumt, reinigt es wirklich nicht besser!

Talk
Talkpuder wird häufig als Glanzmittel in mineralischen Make-up verwendet, außerdem absorbiert es Feuchtigkeit und Fett. Im Allgemeinen ist Talk sicher, aber er kann mit Asbestfasern verunreinigt sein. Asbest ist bekanntlich reizend für die Lungen und krebserregend.
Triclosan / Triclocarban
Beide sind antimikrobielle Mittel und Konservierungsstoffe, die in Hautpflegeprodukten und Haushaltsreinigungsmitteln gefunden werden, was bereits beunruhigend ist. Sie bekämpfen nicht nur die schlechten Bakterien, sondern auch die guten. Und diese guten Bakterien brauchen wir, um im Gleichgewicht zu bleiben.
Auf der Inhaltsstoffliste als: 5-chloro-2-(2,4 dichlorophenoxy) phenol; trichloro-2'-hydroxydiphenylether; and 2,4,4'-trichloro-2'-hydroxydiphenyl ether.
Geschrieben von: Helena Laarman