Fertige Produkte für deine natürliche Routine.
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Genau wie Kochen ist das Formulieren mit natürlichen Rohstoffen ein kreativer Prozess, bei dem die Variationen endlos sind. Anstatt in die Drogerie zu gehen und ein fertiges Produkt zu kaufen, entscheidest du dich dafür, Rohstoffe pur zu verwenden, oder du denkst dir ein tolles Rezept aus, bei dem du verschiedene Rohstoffe kombinierst. Aber wo fängst du an, wenn es um die Inhaltsstoffe geht? In diesem Blog erkläre ich dir, wie du ein Rezept aufbaust und aus welchen Inhaltsstoffen du wählen kannst.
Kochen ist für die meisten von uns eine ganz normale tägliche Beschäftigung. Du schaust in deinen Kühlschrank, was du zu essen hast, ziehst deine Gewürzschublade auf und überlegst dir etwas Leckeres, das du auf den Tisch stellen kannst. Ob es nun ein kulinarisches Meisterwerk ist oder schöne Kartoffeln, Fleisch und Gemüse – du weißt genau, was drin steckt, und hast es schön frisch zubereitet. Manchmal entscheidest du dich vielleicht der Einfachheit halber für ein Takeaway, aber du merkst, dass du, wenn du das zu oft tust, keinen wirklichen Überblick mehr über die Kalorien hast und den Plastikverbrauch kaum noch einschränken kannst.
Mit dem Herstellen von Kosmetik ist es eigentlich genau so. Du kannst, anstatt fertige Produkte zu verwenden, auch selbst herstellen. Auf diese Weise kannst du genau bestimmen, was drin steckt, Inhaltsstoffe vermeiden, die du lieber nicht auf deine Haut schmieren möchtest, den Plastikverbrauch reduzieren und ein wunderbares Produkt herstellen, das für dich funktioniert! Klingt toll, oder?
Aber wo fängst du an, wenn es um die Inhaltsstoffe geht? Es gibt so viel zur Auswahl. Kein Wunder, dass da etwas Entscheidungsstress entsteht. In diesem Blog erkläre ich dir, wie du ein Rezept aufbaust und aus welchen Inhaltsstoffen du wählen kannst. Außerdem gebe ich dir eine praktische Checkliste, die du durchgehen kannst, bevor du anfängst, sowie ein paar Basisrezepte, mit denen du einen Kickstart hinlegen kannst mit deinem DIY-Abenteuer.
Beginne dein Rezept damit, deine Basiszutat zu bestimmen. Die Basis macht 50 % bis 70 % deines Endprodukts aus und kann aus verschiedenen Arten von Inhaltsstoffen bestehen, die sehr bestimmend für das Endergebnis sind.
Möchtest du eine Bodybutter? Dann ist deine Basis eine Butter. Unsere festen Helden sind doch wohl Sheabutter, Kakaobutter und Mangobutter. Sie geben einer Bodybutter oder einem Balsam eine feste Basis. Aber auch einer tief nährenden Nachtcreme zum Beispiel. Möchtest du ein weiches Endergebnis, wähle dann eine weiche Butter wie Shea Nilotica, möchtest du lieber eine härtere Butter für einen Bodybutter Stick, wähle dann eine harte Butter wie Kakaobutter.
Möchtest du einen Balsam herstellen, füge dann der Basis ein Wachs hinzu. Greife zum traditionellen Bienenwachs, oder wähle eine vegane Alternative wie Myrica Fruit Wachs. Sie geben deinem Produkt ein festeres Endergebnis und sorgen für einen abschließenden Effekt auf der Haut. Wenn du das mit einer Butter und einem Öl kombinierst, kannst du schnell ein wunderschönes Produkt herstellen, das ganz auf deinen Hauttyp abgestimmt ist. Je mehr Wachs du hinzufügst, desto fester das Endergebnis. Schau dir auch die Unterschiede zwischen den Wachsen an – das eine ist etwas fester und das andere etwas weicher. Berry Wachs ist zum Beispiel sehr weich mit einem Schmelzpunkt von 48 Grad, und Carnaubawachs ist ziemlich hart mit einem Schmelzpunkt von 82 Grad.
Möchtest du ein Ölserum herstellen? Oder eine leichte Creme auf Basis von Öl und Wasser? Verwende dann ein Trägeröl als Basis und wähle das Öl, das zu deinem Hauttyp passt. Es gibt Öle, die schnell einziehen, und solche, die langsam einziehen. Manche verstopfen die Poren, andere überhaupt nicht. Jojobaöl ähnelt zum Beispiel unserem hauteigenen Talg und ist sogar für fettige Haut geeignet. Während Kokosöl langsam einzieht und besonders angenehm für trockene Haut ist. Möchtest du wissen, welches Öl zu deinem Hauttyp passt? Füll dann die Fragen des oil-finder aus und entdecke es selbst!
Möchtest du ein feuchtigkeitsspendendes Produkt herstellen? Verwende dann ein Hydrolat als Basis und wähle das spezifische Hydrolat, das zu deinem Hauttyp passt. Unsere Favoriten für trockene Haut sind Kamillenwasser und Rosenwasser und für fettige Haut sind Orangenblütenwasser und Witch Hazel schön.
Wenn du die Basis deines Rezepts gelegt hast, kannst du dir die funktionellen Inhaltsstoffe ansehen, die du deinem Rezept hinzufügen kannst. Funktionelle Inhaltsstoffe können deine DIY-Kreation auf das Niveau eines vollwertigen Kosmetikprodukts heben, das du so im Laden verkaufen könntest.
Möchtest du Öl mit Wasser mischen? Dann musst du einen Emulgator verwenden. Wenn es ätherische Öle in Wasser sind, verwendest du Solubol und wenn du Trägeröle in Wasser mischen möchtest, verwendest du einen Emulgator wie Olivem oder Vegetal. Oft machen sie 3 bis 8 % deines Rezepts aus, je nachdem, wie viel Öl du hinzufügst. Und beachte: Wenn du Trägeröle mit Wasser mischen möchtest, musst du immer beide Phasen auf 70 Grad erhitzen. Möchtest du mehr darüber wissen? Schau dann mal bei diesem Basis Lotion Rezept vorbei.
Reiniger
Möchtest du, dass dein Produkt reinigt? Entscheide dich dann dafür, ein Surfactant (oberflächenaktiver Stoff) hinzuzufügen. Verwende zum Beispiel Coco Glucoside zum Aufschäumen deines Duschgels, oder Cocamidopropylbetaine zum Herstellen deines eigenen Mizellenwassers. Die Menge variiert je nach Rezept, aber du verwendest oft zwischen 10 und 20 % für das beste Ergebnis.
Möchtest du deiner Kreation einen extra Feuchtigkeitsboost geben? Füge dann ein Feuchthaltemittel hinzu, wie zum Beispiel Glycerin, Papaya Glyceriet, Sodium PCA oder Panthenol. Sie werden oft mit 5 bis 10% in einem Rezept verwendet. Sie sind wasserlöslich, also fügst du sie einem Rezept hinzu, das Wasser enthält.
Peeling
Möchtest du ein Peeling herstellen oder die Haut exfolieren? Dann kannst du dir Lactic Acid, Bambus Scrub oder Rohrzuckeransehen. Sie verleihen deinen Kreationen eine exfolierende Wirkung, die für ein frisches, ebenmäßiges Hautbild sorgt.
Möchtest du die Öle in einem Rezept vor Oxidation schützen? Dann kannst du ein Antioxidans hinzufügen. Denke dabei an Vitamin E Öl oder Rosmarin Antioxidant. Sie sorgen dafür, dass deine Rezepte angenehm riechen und länger haltbar bleiben.
Stellst du ein Produkt mit Wasser her? Dann schütze deine Kreation, indem du ein Konservierungsmittel hinzufügst, das zu deinem Rezept passt. Stellst du ein Rezept her, das nur aus Wasser besteht? Wähle dann Preservative 1388 ECO oder Leucidal. Stellst du ein Rezept her, das auch Öl enthält, wähle dann Cosgard oder Preservative Eco. Ein Konservierungsmittel wird oft am Ende eines Rezepts, während der Abkühlphase, hinzugefügt, und du verwendest 0,6 bis 4%, abhängig von der Art, die du wählst.
Jetzt, wo du die funktionalen Zutaten ausgewählt hast, kannst du dir überlegen, welchen Duft du deinem Rezept geben möchtest. Bei der Wahl eines Dufts kannst du dir Ätherische Öleansehen.
Wenn du dich entschieden hast anzufangen, kannst du die folgenden Checklisten verwenden, um die Zutaten auszuwählen und die Zubereitungsweise festzulegen.
Und dann last but not least, die Do's und Don'ts des DIY'ens.
Kurzum. Ein riesiges Arsenal an Produkten, mit denen du endlos variieren kannst. Findest du das unglaublich interessant und hast du genug von all den Flaschen und Töpfchen aus der Drogerie? Dann versuche doch einmal mit dem DIY'en anzufangen und schau dir unten unsere Basisrezepte an, die dir auf dem Weg weiterhelfen!
Viel Spaß beim Herstellen deiner eigenen Kosmetik!
Geschrieben von: Malou Hofmann



Es gibt Hunderte von ätherischen Ölen, die in der Aromatherapie verwendet werden. Jedoch sind nicht alle für Kosmetika geeignet. Einige Beispiele für ätherische Öle, die du in Kosmetika verwenden kannst, sind Lavendel, Kamille, Zitrone, Grapefruit, Pfefferminze und Frankincense. Ätherische Öle werden aus natürlichen Rohstoffen durch Verfahren wie u.a. Destillation gewonnen. Sie verleihen Kosmetika einen herrlichen Duft und sind als Bonus voller Antioxidantien. Ihre Verwendung sollte jedoch mit Sorgfalt angegangen werden. Für einige ätherische Öle ist es wichtig, eine Höchstmenge zu berücksichtigen.
Im Allgemeinen kannst du als Faustregel festhalten, dass ein ätherisches Öl nicht mehr als 1% deines gesamten Rezepts ausmachen darf, dann bist du in der Regel auf der sicheren Seite. Möchtest du wissen, was die maximalen Dosierungen von ätherischen Ölen sind? Dann schau dir die untenstehende PDF an. Und möchtest du mehr über ätherische Öle lesen? Dann schau dir diesen Blog anansehen.

Zutaten
Was ist das gewünschte Endergebnis? Möchtest du ein fettiges, pflegendes, feuchtigkeitsspendendes, schützendes, reinigendes oder exfolierendes Produkt herstellen?
Wo wirst du das Produkt auftragen? Rund um die Augen, im Gesicht, am Körper oder auf der Kopfhaut?
Was sind die maximalen Dosierungen für die Konservierungsmittel, Additive und Antioxidantien, die du verwenden möchtest, um die Wirkung zu gewährleisten und sicherzustellen, dass sie nicht reizen?
Was sind die maximalen Dosierungen für ätherische Öle? Gesicht <1%, Rund um die Augen <0.1%, Lippen: >0.5%, Körper: >2%
Zubereitung
Füge ich die Zutat in der Wasser-, Öl- oder Abkühlphase hinzu?
Sind die Rohstoffe hitzeempfindlich?
Bei welcher Temperatur kann eine Zutat mit einer anderen Zutat vermischt werden?
Wann soll ich rühren und wann nicht? Und mit welcher Geschwindigkeit?
Wie kühle ich die Emulsion ab? Mit oder ohne Deckel? Im Kühlschrank, Gefrierschrank oder doch bei Raumtemperatur?
DO
In einer aufgeräumten, sauberen Küche beginnen
Alle Werkzeuge bereitlegen
Zutaten bereitstellen
Wachse und Butter zuerst mit einem Papiertuch entfernen, bevor du sie abwäschst
Alles vorher abwiegen
Ein kleines Notizbuch führen, so kannst du immer sehen, was du getan hast
Mit genauen Prozentsätzen und Gramm arbeiten
DON'T
In einem Durcheinander ein kleines Plätzchen freiräumen
Werkzeuge während des Prozesses suchen
Temperatur mit den Fingern messen
Wachs und Butter mit kaltem Wasser abspülen
Alles ungefähr abmessen und nach Gefühl hinzufügen
Mit verschiedenen Einheiten arbeiten
Weglaufen, während eine Zutat verändert wird