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Du kennst das sicher: dieses lästige Müdigkeitsgefühl, ohne wirklich klaren Hinweis, woher es eigentlich kommt. Ein leichtes Unwohlsein, ein zuckendes Augenlid, das Unvermögen, körperliche Entspannung zu finden, Konzentrationsschwierigkeiten und steife, müde Muskeln, die regelmäßig signalisieren, dass sie nun genug haben.
Zunächst bringst du es vielleicht direkt mit einer stressigen oder hektischen Phase in Verbindung. Das ist verständlich und definitiv etwas, das es sich lohnt zu untersuchen. Nun kann es jedoch sein, dass deine Beschwerden auch nach mehr Ruhe und ausreichend Schlaf nicht vollständig verschwinden. In diesem Fall kommt Magnesium ins Spiel. Denn obwohl es ein körpereigenes Mineral ist, können heutzutage leicht Mängel entstehen. Je tiefer du dich in das Thema einarbeitest, desto klarer werden manche unerklärlichen Beschwerden – und was du dagegen tun kannst.
Magnesium ist ein essenzielles Mikromineral: 60 % davon befinden sich im Knochengewebe und in den Zähnen, 20 % in den Muskeln, 20 % in anderem Weichgewebe und der Leber, und weniger als 1 % ist im Blut zu finden. Neben Kalzium, Kalium und Natrium ist es das vierte Mineral des Körpers und damit äußerst wichtig für viele körperliche Prozesse. Magnesium kann vom Körper nicht selbst produziert werden, weshalb Ernährung und gegebenenfalls ergänzende Nahrungsergänzungsmittel unerlässlich sind, um keinen Mangel aufzubauen.
Sobald du einen Magnesiummangel hast, kann dies zu verschiedenen, unterschiedlichen Beschwerden für Körper und Geist führen. Denk dabei zum Beispiel an:
Steife Muskeln
Schnelle Erschöpfung
Reizbarkeit
Nervöses Gefühl
Stressempfindlichkeit
Steife Blutgefäße, Blutdruck wird ungünstig beeinflusst
Schlafstörungen
Konzentrationsschwierigkeiten
Kalte Hände/Füße
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) meldet, dass mindestens 20 % der Erwachsenen in Westeuropa die täglich benötigte Zufuhr leider nicht erreichen. Ungesunde Ernährung ist die Hauptursache, aber Menschen, die schwere körperliche Arbeit verrichten, häufig und intensiv Sport treiben oder zu oft Stress ausgesetzt sind, haben mehr als genug Grund, genau aufzupassen.
Eine kurze Erläuterung: Stress zehrt gewissermaßen Magnesium auf. Eine hohe Dosis Stress bedeutet daher indirekt auch einen gestörten Nachtschlaf. Du wirst das in solchen Phasen kennen: Du liegst nur und wälzt dich, und das Einschlafen scheint eine Ewigkeit zu dauern. Das Erreichen deines REM-Schlafs ist dadurch deutlich schwieriger, was dazu führt, dass sich dein Immunsystem in der Nacht schlechter erholen kann. Es gehen also große Mengen Magnesium verloren, um diesen Mangel auszugleichen. Der Teufelskreis schließt sich auf diese Weise wieder, denn je niedriger der Magnesiumspiegel in den Zellen, desto empfindlicher bist du gegenüber Stress.

Hast du Beschwerden, die auf einen Mangel hinweisen könnten? Dann empfiehlt es sich, einen kritischen Blick auf deinen aktuellen Lebensstil und deine tägliche Ernährung zu werfen. Viele Weißmehlprodukte, zuckerreiche Lebensmittel und wenig Gemüse erhöhen das Risiko eines Mangels und damit unangenehmer Beschwerden.
Gute Magnesium-Bomben sind zum Beispiel (grüne) Blattgemüse, Kakao, Nüsse und Samen, Algen, Hülsenfrüchte, Avocados und Vollkorngetreide. Viele dieser Produkte beziehen das Magnesium normalerweise aus dem Boden, doch leider erschöpft sich der fruchtbare Boden zunehmend. Das hohe Maß an Lebensmittelverarbeitung wirkt sich ebenfalls zu unserem Nachteil aus. Auch dadurch verbleibt ein verringerter Prozentsatz an Magnesium in unseren Lebensmitteln. Trotz einer gesunden Lebensweise kannst du also dennoch durch externe Faktoren einen Mangel aufbauen.
Ein regelmäßiges Bad im Salzwasser kann übrigens auch Wunder wirken. Denn nicht nur der Konsum sorgt dafür, deinen Magnesiumspiegel aufrechtzuerhalten – auch deine Haut ist eine gute Aufnahmequelle.

Wie oben bereits erwähnt, ist es möglich, Magnesium auf zwei Wegen aufzunehmen. Du kannst es über die Haut oder durch Konsum zu dir nehmen. Achtung: Magnesiumprodukte können mit Edelstahl reagieren. Magnesiumchlorid hinterlässt zum Beispiel braune Flecken auf Edelstahl, die sich nicht mehr entfernen lassen. Verwende daher immer eine Glasschüssel.
Insgesamt haben wir fünf Rezeptchen entwickelt, bei denen du nichts vermisst. Hier sind sie:
Magnesium Spray - Normale Haut
1 Teil Magnesiumchlorid
1 Teil demineralisiertes Wasser
Holzlöffel
Bevor du die zwei Zutaten miteinander vermischen kannst, müssen sie zunächst erhitzt werden. Gieße das Wasser in einen kleinen Topf und bringe es zum Kochen. Gib das Magnesiumchlorid in eine Schüssel und gieße das heiße Wasser darüber. Rühre mit einem Holzlöffel gut um, bis das Magnesiumchlorid vollständig aufgelöst ist. Anschließend kannst du es in ein Sprühfläschchen umfüllen, und dein Magnesium Spray ist fertig zum Gebrauch.
Das Spray kann sich auf deiner Haut etwas klebrig anfühlen – das ist normal. Lass es kurz einwirken und verwende danach bei Bedarf deine Lieblingslotion oder -creme. Das Abspülen des "Magnesiumöls" ist ebenfalls möglich – warte dafür etwa 20 Minuten.
Teste es am besten zuerst auf einer kleinen Hautstelle, da es manchmal leicht prickeln oder reizen kann. In diesem Fall ist es besser, eine verdünnte Version zu verwenden, wie unten beschrieben.
Magnesium Spray - Empfindliche Haut
1 Teil Magnesiumchlorid
10 Teile demineralisiertes Wasser
10 Teile Lavendelwasser
Holzlöffel
Das Rezeptchen für empfindliche Haut entspricht dem für normale Haut, nur das Lavendelwasser hältst du zunächst separat. Dieses wird also nicht mit im Topf erhitzt. Das kochende demineralisierte Wasser kannst du etwas abkühlen lassen und gibst es dann über das Magnesiumchlorid. Sobald es vollständig aufgelöst ist, gibst du das Lavendelwasser dazu. Noch einmal gut umrühren, damit die Mischung wieder etwas flüssiger wird und die gewünschte Konsistenz erreicht. Fülle das "Magnesiumöl" in ein Sprühfläschchen um – fertig!
Wenn du das Spray im Gesicht verwenden möchtest, empfehlen wir, es immer nach 10/20 Minuten wieder abzuspülen. Da Magnesiumchlorid ein natürliches Salz ist, hat es eine positive Wirkung auf fettige Haut, Pickel und andere Unreinheiten. Es reinigt deine Poren und deine Haut fühlt sich weicher und glatter an. Eine Win-Win-Situation also!
Magnesiumbad
300 Gramm Magnesiumsulfat (Bittersalz)
Für ein herrlich entspannendes Bad gibst du 300 Gramm Bittersalz in ein volles Bad. Bleibe mindestens 10 Minuten im Badewasser. Füge ein paar Tropfen deines liebsten ätherischen Öls für einen angenehmen Duft hinzu.
Magnesium-Scrub
Eine Handvoll Magnesiumsulfat (Bittersalz)
Als Scrub für deinen ganzen Körper reicht eine gut gefüllte Handvoll. Nimm es mit in die Dusche und scrube mit dem Salz über deine feuchte Haut. Schenke besonders den Stellen extra Aufmerksamkeit, an denen deine Muskeln müde sind.
Autorin: Malon Tolenaars
