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Ein Ölserum ist eine Mischung aus pflanzlichen Ölen (manchmal mit ein paar Tropfen ätherischem Öl oder anderen Wirkstoffen), die deine Haut pflegt, nährt und schützt. Es enthält kein Wasser und fühlt sich deshalb oft reichhaltig und konzentriert an. Du verwendest es meistens nach der Reinigung deines Gesichts, oft anstelle von oder vor einer Creme. Schon ein paar Tropfen reichen aus.
Ölseren sind vollgepackt mit wertvollen Stoffen wie Antioxidantien, Fettsäuren und Vitaminen (wie Vitamin E). Diese helfen deiner Haut beim Regenerieren, Beruhigen und Schützen vor Austrocknung oder schädlichen äußeren Einflüssen.
Bei trockener Haut hilft ein Ölserum dabei, die Feuchtigkeit besser zu binden. Hast du eher fettige oder unreine Haut? Dann können bestimmte leichte Öle die Talgproduktion ins Gleichgewicht bringen, ohne die Poren zu verstopfen. Für empfindliche Haut gibt es beruhigende Öle, die Rötungen und Reizungen lindern.

Ölseren sind reich an natürlichen Fettsäuren, Antioxidantien und Vitaminen: Dadurch sorgen sie für:
Hydratation: Besonders bei trockenen Hauttypen sorgt ein Ölserum für langanhaltende Feuchtigkeit.
Regeneration: Fördert die Zellerneuerung und regeneriert die Haut
Anti-Aging: Reich an Antioxidantien, die die Hautalterung entgegenwirken.
Schutz: Schützt vor äußeren Einflüssen wie Luftverschmutzung und Witterungsbedingungen.
Außerdem sind sie für jeden Hauttyp geeignet.
Trockene Haut: nährend und pflegend.
Fettige Haut: bestimmte leichte Öle regulieren die Talgproduktion.
Empfindliche Haut: beruhigende Öle lindern Rötungen und Reizungen.
Reifere Haut: regt die Elastizität an und verleiht einen natürlichen Glow.
Was ist der Unterschied zwischen leichten und schweren Ölen?
Die Begriffe leicht und schwer beziehen sich auf die Textur, die Absorptionsgeschwindigkeit und das Hautgefühl eines Öls. Es hat nichts mit dem tatsächlichen Gewicht zu tun, sondern alles mit der molekularen Struktur, dem Fettsäureprofil und der Viskosität.

Fettsäuren
Fettsäuren sind die Bausteine pflanzlicher Öle. Das Verhältnis zwischen Linolsäure und Ölsäure bestimmt die Textur des Öls:
Linolsäure (Omega 6): dünner, weniger komedogen, ideal für fettige Haut
Ölsäure (Omega 9): reichhaltiger, nährender, besser für trockene Haut
Molekülgröße
Leichte Öle haben kleine Moleküle: diese gelangen schneller durch die Hautbarriere
Schwere Öle haben große Moleküle: bleiben an der Hautoberfläche
Traubenkernöl (±70% Linolsäure, ±15% Ölsäure)
Hanfsamenöl (±55% Linolsäure, ±15% Ölsäure)
Hagebuttenöl: (±50% Linolsäure und ±20% Ölsäure)
Kaktusfeigenöl (±65% Linolsäure, ±20% Ölsäure)
Nachtkerzenöl (±70% Linolsäure, ±10% Ölsäure)
Schwarzkümmelöl (±50% Linolsäure, ±20% Ölsäure)
Jojobaöl (±<5% Linolsäure, ±10% Ölsäure)
Safloröl (±75% Linolsäure, ±10% Ölsäure)
Erdbeerkernöl (±50% Linolsäure, ±15% Ölsäure)
Himbeerkernöl (±50% Linolsäure, ±15% Ölsäure)
Kürbiskernöl (±50% Linolsäure, ±25% Ölsäure)
Squalan (0% Fettsäure, aber gesättigter Kohlenwasserstoff)
Süßmandelöl (±25% Linolsäure, ±65% Ölsäure)
Aprikosenkernöl (±30% Linolsäure, ±60% Ölsäure)
Sesamöl (±45% Linolsäure, ±40% Ölsäure, )
Baobaböl (±35% Linolsäure, ±35% Ölsäure)
Tamanuöl (±30% Linolsäure, ±40% Ölsäure)
Avocadoöl: (±10% Linolsäure, ±65% Ölsäure)
Olivenöl (±70-75% Ölsäure, ±10% Linolsäure)
Rizinusöl (±5% Linolsäure, ±5% Ölsäure (dickflüssig aufgrund von ±85% Ricinolsäure)
Kokosöl (±1% Linolsäure, ±5% Ölsäure, ±40% Laurinsäure (kann comedogen für Haut mit Unreinheiten sein)
Neemöl (±15% Linolsäure, ±50% Ölsäure)
Moringaöl (±1% Linolsäure, ±65% Ölsäure)
Weizenkeimöl (±50% Linolsäure, ±15% Ölsäure, ±20% Palmitinsäure (toll für reifere Haut)
Macadamiaöl (±55% Ölsäure, ±15% Palmitoleinsäure)
Bestimme deinen Hauttyp: Nicht jedes Öl ist für jeden Hauttyp geeignet. Die richtige Wahl hängt von der Textur des Öls, dem Fettsäureprofil und den Bedürfnissen deiner Haut ab.
Hast du fettige Haut? Diese braucht ein leichtes, nicht-comedogenes Öl, das die Talgproduktion reguliert und die Poren nicht verstopft.
Wenn du fettige Haut hast, solltest du am besten (eine Kombination aus) leichten Ölen wählen.
Empfohlene Öle: Traubenkernöl, Hanfsamenöl, Hagebuttenöl, Nachtkerzenöl, Jojobaöl, Safloröl, Squalan
Hast du trockene Haut? Diese braucht reichhaltige, nährende Öle, die Feuchtigkeit einschließen und die Hautbarriere wiederherstellen.
Für trockene Haut solltest du am besten (eine Kombination aus) schweren Ölen wählen.
Empfohlene Öle: Avocadoöl, Baobaböl, Moringaöl, Tamanuöl als Basis und mit leichteren Ölen ergänzen.

Um ein Ölserum herzustellen, brauchst du nicht viel.
Gläserne Pipettenflaschen (dunkles Glas, um Oxidation zu verhindern)
Basisöl (leichtes Basisöl für fettige Haut, mittleres/schweres Basisöl für trockene Haut) und andere Trägeröle
Wirkstoffe oder Ätherisches Öl (optional)
Mini-Trichter
Präzisionswaage
Mischschälchen und Löffelchen
1.Wähle dein Basisöl
2.Wähle die ergänzenden Öle
3.Optional: Wähle ein Ätherisches Öl oder Extrakt basierend auf deinem Hauttyp
4.Miss die Öle ab in einem sauberen Mischschälchen.
5.Füge die Ätherischen Öle/Extrakte hinzu.
6. Füge Vitamin E hinzu um Oxidation zu verhindern.
7.Gut durchmischen mit einem sauberen Rührstäbchen.
8.Gieße die Mischung mit einem Trichter in das Pipettenfläschchen.
9.Beschrifte das Fläschchen mit Datum und Ölen.
10.Abends verwenden nach Reinigung und Toner
Ein Basisöl bildet den größten Teil deines Serums (meist ±70–95%). Sie sind sanft, gut einziehend und bestimmen maßgeblich das Hautgefühl und die Wirkung deines Produkts.
Zum Beispiel für die fettige Haut: Traubenkernöl, Jojobaöl oder Hanfsamenöl
Zum Beispiel für die trockene Haut: Avocadoöl, Macadamiaöl und Baobaböl
Zum Beispiel für die reife Haut: Arganöl, Avocadoöl, Moringaöl
Ergänzende Öle fügst du in kleineren Mengen (5–30%) hinzu, wegen ihrer besonderen Wirkung. Denk an Öle mit vielen Antioxidantien, Vitaminen oder regenerierenden Eigenschaften (wie Hagebuttenöl oder Kaktusfeigenöl).
Zum Beispiel für die fettige Haut: Hagebuttenöl, Nachtkerzenöl, Schwarzkümmelöl, Tamanuöl (mittleres Öl, nur kleinen Anteil hinzufügen)
Zum Beispiel für die trockene Haut: Moringasamenöl, Sanddornöl, Rizinusöl (leicht okklusiv, zieht Feuchtigkeit an).
Zum Beispiel für die reife Haut: Kaktusfeigenöl, Hagebuttenöl, Sanddornöl
Natürlich ist es auch wichtig, auf den Duft und die Farbe von Ölen zu achten. Tamanuöl und Avocadoöl haben zum Beispiel beide einen recht starken Eigengeruch. Wenn du diese miteinander mischst und wenig andere Öle hinzufügst, wird dein Ölserum unangenehm riechen. Sanddornöl und Hagebuttenöl sind orangefarben. Wenn du davon viel hinzufügst, wird dein Serum ebenfalls orange! Auch von Blue Tansy und Vitamin E solltest du besser nicht zu viel hinzufügen, wegen der Farbe.
Möchtest du deinem Ölserum noch das gewisse Etwas verleihen? Füge dann ein ätherisches Öl oder ein kräftiges CO₂-Extrakt hinzu. Diese reinen, konzentrierten Pflanzenstoffe verleihen deinem Serum eine aktive Wirkung und einen herrlichen Duft.
Achtung: Ein kleines bisschen reicht! Verwende maximal 1 % (das sind 1 g pro 100 g).
Fettige Haut
Für fettige Haut (gegebenenfalls mit Pickeln) wählst du talgregulierenden Pflanzenextrakte:
Teebaumöl: stark antibakteriell, ideal bei Pickeln
Lavendel ätherisches Öl: lindert Rötungen und hilft Narben zu verblassen
Geranium ätherisches Öl: bringt die Haut ins Gleichgewicht und reguliert Talg
Rosmarin ätherisches Öl: reinigt und stimuliert die Zellerneuerung
Sanddorn CO₂-Extrakt: reich an Antioxidantien, unterstützt die Regeneration
Rosmarin CO₂-Extrakt: wirkt kräftig gegen Unreinheiten
Trockene Haut
Trockene Haut braucht Extrakte, die die Hautbarriere wiederherstellen, Feuchtigkeit speichern, beruhigen und die Zellerneuerung anregen.
Sandelholz: weicht auf, spendet Feuchtigkeit und macht die Haut geschmeidig
Myrrhe: nährend und pflegend
Lavendel: beruhigt, lindert Juckreiz und stellt die Hautbarriere wieder her
Geranium: bringt die Feuchtigkeits- und Talgproduktion ins Gleichgewicht
Tipps für empfindliche Haut: Calendula CO2-Extrakt, Kamille ätherisches Öl.
Hast du reife Haut? Dann sind Frankincense ätherisches Öl oder Möhrensamen ätherisches Öl und das Pro-age Extrakt sehr gut geeignet!

Fühlt sich seidig an und nicht fettig.
Hat einen dezenten natürlichen Duft, abhängig vom gewählten ätherischen Öl.
Zieht innerhalb von 1–2 Minuten gut ein.
Lässt die Haut weich und geschmeidig anfühlen.
Um die Wirksamkeit und Haltbarkeit deines Ölserums zu gewährleisten, sind einige einfache Aufbewahrungstipps wichtig:
Verwende ein dunkles Glasfläschchen, vorzugsweise in Bernstein- oder Blauton, um das Öl vor UV-Licht zu schützen.
Bewahre das Serum an einem kühlen, trockenen Ort auf – vermeide die Exposition gegenüber Sonnenlicht oder Wärmequellen.
Achte auf die Haltbarkeit deiner Öle: Basisöle sind in der Regel 6 bis 12 Monate haltbar, ätherische Öle sogar länger, wenn sie gut verschlossen werden. Durch die Zugabe von Vitamin E verlängerst du die Haltbarkeit eines Öls.
Verwende ein Pipettenfläschchen, um eine Verunreinigung durch Bakterien zu vermeiden.
Vitamin E, auch Tocopherol genannt, ist ein kraftvolles Antioxidans, das in der Naturkosmetik häufig eingesetzt wird, um die Oxidation von Ölen zu verlangsamen. Öle, insbesondere solche, die reich an mehrfach ungesättigten Fettsäuren sind (wie Hagebuttenöl), sind anfällig für Oxidation – ein Prozess, bei dem sie unter dem Einfluss von Sauerstoff, Licht und Wärme ranzig werden. Dies verkürzt nicht nur die Haltbarkeit, sondern kann auch den Geruch und die Wirkung negativ beeinflussen. Durch die Zugabe eines kleinen Prozentsatzes Vitamin E (etwa 0,5 %) zu einem Ölblend oder Produkt wird der Oxidationsprozess verlangsamt.
Vitamin E Öl Tocopherol
Das Vitamin E Öl Tocopherol besteht zu 70 % aus Tocopherol (d-Alpha-Tocopherol) und wird aus Sonnenblumenöl gewonnen und anschließend mit 30 % Sonnenblumenöl verdünnt, um es flüssiger zu machen. Füge 0,5 % Vitamin E zu deinem DIY-Serum hinzu.
Vitamin E Öl Full Spectrum
Unser Vitamin E Öl Full Spectrum besteht zu 50 % aus Tocopherol und Tocotrienol. Dieses Vitamin E Öl enthält die acht wichtigsten natürlichen Formen von Vitamin E: Alfa-Tocopherol, Alfa-Tocotrienol, Beta-Tocopherol, Beta-Tocotrienol, Gamma-Tocopherol, Gamma-Tocotrienol, Delta-Tocopherol und Delta-Tocotrienol). Dieses Vitamin E Öl wird aus Palmkernöl gewonnen und mit 50 % Palmkernöl verdünnt. Dieses Palmöl wird nachhaltig in Malaysia produziert. Das Vitamin E Full Spectrum enthält ein reichhaltigeres Spektrum an Vitamin E und ist daher von besserer Qualität und höher konzentriert. Das spiegelt sich auch im Preis sowie in der Konsistenz und Farbe des Produkts wider. Diese Form von Vitamin E ist jedoch deutlich zähflüssiger und dunkler in der Farbe. Das macht die Verarbeitung in DIY-Produkten etwas schwieriger. Vitamin E Tocopherol ist etwas flüssiger und heller in der Farbe. Das ist eine prima Wahl, wenn du es ausschließlich als Antioxidans verwenden möchtest.

Die Anwendung eines Ölserums ist einfach und effektiv. Befolge diese Schritte für ein optimales Ergebnis:
Reinige dein Gesicht gründlich mit einem milden Reiniger.
Verwende einen Toner oder ein Hydrosol um die Haut leicht anzufeuchten (Öle schließen Feuchtigkeit ein).
Trage 2–3 Tropfen Ölserum auf in deinen Handflächen, erwärme es kurz und drücke es sanft in die Haut.
Verwende danach bei Bedarf eine Creme, aber oft ist das bei einem guten Serum nicht notwendig.
Häufigkeit: 1 bis 2 Mal täglich, je nach deinem Hautbedarf.
Nicht abmessen. Miss die Zutaten ab und notiere die Mengen. Wenn du tolle Verhältnisse gefunden hast, ist es natürlich schade, wenn du hinterher nicht mehr weißt, wie viel von welchem Öl im Serum war!
Zu viel ätherisches Öl verwenden: Das kann die Haut reizen. Miss ätherische Öle immer sorgfältig ab.
Den Hauttyp nicht berücksichtigen: Das falsche Öl kann Pickel oder Trockenheit verursachen.
Öle von schlechter Qualität verwenden – schlechte oder oxidierte Öle bieten keine Vorteile.
Eine zu große Charge herstellen – fang mit 1 Fläschchen zum Testen an.
Zu viel von einem bestimmten Öl hinzufügen, wie Tamanuöl (Serum fängt an zu stinken) oder Sanddornöl (Serum wird orange).
Keinen Test durchführen: Immer zuerst auf einem kleinen Stück Haut testen (z. B. Innenseite des Handgelenks), besonders wenn du mit ätherischen Ölen und Extrakten arbeitest.
1. Was ist der Unterschied zwischen einem Serum und einem Öl?
Ein Serum ist oft wasserbasiert und zieht schnell ein. Ein Öl schließt Feuchtigkeit ein und pflegt.
2. Kann ich ein Ölserum jeden Tag verwenden?
Ja, die tägliche Anwendung ist sicher, sofern es gut auf deinen Hauttyp abgestimmt ist.
3. Kann ich ein Ölserum unter Make-up verwenden?
Ja, trage es sparsam auf und lass es gut einziehen, bevor du dein Make-up aufträgst.
4. Muss ich es im Kühlschrank aufbewahren?
Nicht notwendig, aber es ist möglich. Achte vor allem darauf, dass du es dunkel und kühl aufbewahrst.
5. Darf ich verschiedene Öle kombinieren?
Absolut! Das ist genau die Stärke eines Ölserums – du stellst eine maßgeschneiderte Mischung zusammen.
Geschrieben von: Helena
| Lichte oliën | Medium oliën | Zware oliën | |
|---|---|---|---|
| Absorptiesnelheid | Snel | Medium | Langzaam |
| Huidgevoel | Voelt niet vet, laat geen vettig laagje achter | Voelt medium vet | Voelt voedend / kan een vettig laagje achterlaten |
| Huidtype | Vette huid | droge/ normale huid | Droge huid |
| Vetzuren | Meer linolzuur (omega 6) | Combinatie van linolzuur en oliezuur | Meer oliezuur (omega 9) |