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Viele Menschen verwechseln destilliertes Wasser mit demineralisiertem Wasser. Kein Wunder, sogar die Namen ähneln sich. Dennoch unterscheiden sich die beiden Wasserarten tatsächlich voneinander. Demineralisiertes Wasser ist im Allgemeinen etwas weniger rein als ein Destillat. In diesem Artikel erkläre ich dir, warum das so ist.
Destilliertes Wasser wird bis zum Siedepunkt erhitzt. Das Kondensat (Dampf), das dabei entsteht, wird anschließend aufgefangen. Dadurch bleiben nahezu alle Stoffe, die im Wasser enthalten waren, zurück, sodass du nur das reine Wasser übrig behältst.
Diese Art von Wasser ist also extrem rein und wird beispielsweise in Krankenhäusern oder der Lebensmittelindustrie verwendet. Eigentlich an Orten, wo das Wasser absolut nicht verunreinigt sein darf. Manchmal wird dennoch demineralisiertes Wasser bevorzugt, weil es günstiger ist.
Demineralisiertes Wasser, oder kürzer Demiwasser, ist gefiltertes Wasser. Durch das Filtern von Leitungswasser entfernst du die negativen Ionen aus dem Salz, sodass nur positive Ionen übrig bleiben. Diese Form von Wasser ist also sauber und klar, aber nicht vollständig rein.
Das (Leitungs-)Wasser, das gefiltert wird, läuft über einen Ionentauscher, wodurch unerwünschte Stoffe (Kationen und Anionen) durch eine äquivalente Menge anderer Ionen ersetzt werden. Es ist wichtig, dass die ausgetauschten Ionen die gleiche Ladung haben, damit das Wasser neutral bleibt. Im Grunde werden alle Teilchen, die größer als die Wassermoleküle sind, durch den Filter zurückgehalten.
Der Prozess ist sehr komplex, liefert uns aber letztendlich sauberes Wasser mit einem neutralen pH-Wert, das keine Mineralien mehr enthält. Es ist jedoch sicher nicht so rein wie die verdampfte Flüssigkeit von destilliertem Wasser. Das liegt am Ionentauscher. Nach einer Weile kann sich dort nämlich Algenwachstum bilden, wodurch es eigentlich nicht möglich ist, 100% steril zu arbeiten.
Grundsätzlich kannst du Leitungswasser selbst filtern, aber das führt nicht immer zu den allerbesten Ergebnissen. Du kannst dir dafür einen speziellen Filter anschaffen. Es ist jedoch ratsam, einen Fachmann hinzuzuziehen oder fertige Flaschen mit demineralisiertem Wasser zu kaufen, wenn du es nicht häufig benötigst.
Demineralisiertes Wasser wird hauptsächlich in Laboratorien und Pflegeprodukten verwendet. Wenn du Produkte auf deinen Körper aufträgst, möchtest du das mit reinem Wasser tun, das nicht voller unnötiger Verunreinigungen ist. Davon kann deine Haut nämlich reizen. Außerdem fördert unreines Wasser das Bakterienwachstum, was sehr unpraktisch ist, wenn du selbst Kosmetika herstellen möchtest.
Demineralisiertes Wasser ist grundsätzlich trinkbar, aber es gibt sowohl Vor- als auch Nachteile. Der Vorteil ist, dass das Wasser keine Mineralien mehr enthält, die schlecht für uns sind. Der große Nachteil ist, dass es die guten Mineralien aus unserem Körper zieht. Dies führt zu einem Mineralstoffmangel in unserem Körper, was schädlich für die Gesundheit ist.
Kurz gesagt: Beide Wasserarten sind sehr sauber, aber ein Destillat ist besonders rein und wird daher häufig für medizinische Zwecke verwendet. Je nach deinem Verwendungszweck nutzt du also destilliertes oder demineralisiertes Wasser. Wenn du selbst Kosmetika herstellen möchtest, kannst du also problemlos demineralisiertes Wasser verwenden.
Autorin: Aurelie Deloo