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Seien wir ehrlich. Unser Haar ist wichtig. Also kaufen wir Shampoos mit den exotischsten Namen, um einen bad hair day zu vermeiden. Aber wissen wir eigentlich, welche Stoffe in unseren Shampoos stecken? Und sind all diese zusätzlichen (synthetischen) Inhaltsstoffe wirklich gut für unseren Körper? Let's find out!
Zunächst ist es wichtig zu wissen, was wir mit Shampoo genau aus unserem Haar waschen. Du hast wahrscheinlich kein wirklich schmutziges Haar. Na ja … Es sei denn, du machst hunderttausend Kopfrollen im Schlamm. Aber dein Haar kann sich nach einer gewissen Zeit sehr fettig anfühlen und schlaff an deinem Gesicht herunterhängen. Genau: die zwei Inhaltsstoffe, die deinen bad hair day look perfekt machen.
Dieser nicht allzu schmeichelhafte Look entsteht unter anderem durch den Talg, den deine (Kopf-)Haut den ganzen Tag über produziert. Talg ist nämlich ziemlich fettig, aber diese Fettigkeit schützt die Haarfollikel gut. Wenn sich zu viel Talg in deinem Haar befindet, können deine Haarsträhnen aneinanderkleben, wodurch dein Haar fettig und stumpf aussieht.
Außerdem wird dein Haar durch Staub und die Ansammlung von Hautschüppchen, die ins Haar gelangen, schmutzig. Diesen Schmutz möchtest du von Zeit zu Zeit zusammen mit dem Talg auswaschen. Das machst du natürlich mit Shampoo.

Shampoo reinigt dein Haar. Duh. Aber was macht ein Shampoo nun wirklich? Shampoos haben hauptsächlich eine reinigende Funktion und entfernen dabei Schmutz sowie natürliches Haarfett (Talg) aus deinem Haar. Dadurch fühlt sich dein Haar wieder sauber und weniger fettig an. Aber manche Shampoos enthalten bestimmte Reinigungsstoffe, die zu aggressiv reinigen. Eine solch aggressive Reinigung kann deine Kopfhaut schädigen. Die folgenden Stoffe solltest du daher beim Kauf eines Shampoos unbedingt meiden.
Die meisten von euch wissen inzwischen, dass den meisten fertigen Shampoos viele synthetische Inhaltsstoffe zugesetzt werden. Im Folgenden besprechen wir die 5 häufigsten Stoffe, die nicht allzu gut für deinen Körper sind.
Sodium Lauryl Sulfat (SLS)
Du hast sicher schon einmal von SLS gehört. Es ist ein günstiger chemischer Inhaltsstoff, der nahezu allen Shampoos wegen seines ‚angenehmen' Schaumeffekts zugesetzt wird. Dieser Schaumeffekt macht dein Shampoo leichter verteilbar.
Leider ist SLS ein ziemlich aggressives Reinigungsmittel. Wusstest du, dass es auch verwendet wird, um zum Beispiel Automotoren zu entfetten? Es ist eigentlich unglaublich, dass wir das auch auf unsere empfindliche Haut auftragen. SLS sorgt nämlich dafür, dass die natürliche Schutzschicht der (Kopf-)Haut erheblich beeinträchtigt wird. Außerdem entfernt es die natürlichen Öle in deinem Haar, wodurch dein Haar sehr trocken wird.
Wenn SLS in Produkten verwendet wird, die auch Stickstoffverbindungen enthalten, entstehen Nitrate. Nitrate sind an sich kein Problem, aber durch Bakterien kann Nitrat in Nitrit umgewandelt werden. Diese Umwandlung findet in Lebensmitteln (wie Shampoos) selbst statt. Diese Nitrite können unter bestimmten Umständen manchmal in Nitrosamine umgewandelt werden. Dieser Stoff kann krebserregend sein. Nitrate können sehr leicht durch die Haut dringen und in deine Blutbahn gelangen. Außerdem können Nitrate unangenehme Beschwerden wie Hautausschlag, Haarausfall und Augenreizungen verursachen.
SLS gilt also nicht ohne Grund als einer der größten Übeltäter bei Hautirritationen. Es ist sogar so schlimm, dass SLS in Studien eingesetzt wird, um die Haut absichtlich zu reizen. Eigentlich sollte dieser schädliche Inhaltsstoff verboten werden, aber leider wird SLS von vielen Kosmetikherstellern verwendet, weil er günstig ist und gut schäumt.
Ammonium Lauryl Sulfat (ALS)
Ammonium Lauryl Sulfat enthält wie SLS Sulfate und ist in seiner Wirkung sehr ähnlich. Es reinigt zu stark und trocknet die Haut enorm aus. Einer der wenigen Unterschiede ist, dass ALS weniger leicht durch die Hautschichten dringt. Das liegt daran, dass die Moleküle von ALS größer sind als die von SLS. Aus diesem Grund wird ALS oft als weniger reizend eingestuft als SLS. Trotzdem solltest du das Shampoo lieber im Regal lassen, wenn du diesen Inhaltsstoff auf dem Etikett siehst.
Phthalate
Phthalate sind Ester der Phthalsäure und verschiedener Alkohole. Dieser Stoff kommt häufig in Kosmetika vor, da er Duft und Farbe stabilisiert. Du siehst diesen Inhaltsstoff fast nie auf dem Etikett deines Shampoos, weil er unter dem Namen Parfum verborgen ist.
Unter dem Namen Parfum werden übrigens manchmal noch weitere künstliche Duftstoffe versteckt. Manchmal sogar 200! Eigentlich kann sich jeder Stoff, der auch nur ansatzweise einen Duft hat, hinter dem Namen Parfum verbergen.
Parfüm mag zunächst harmlos klingen, aber das Vorhandensein von Phthalaten im Blut und Urin schwangerer Frauen wurde mit Geburtsfehlern in Verbindung gebracht. Dies liegt unter anderem daran, dass Phthalate den Hormonhaushalt stören.
Zwei Arten von Phthalaten, die häufig in Kosmetika verwendet wurden, sind glücklicherweise seit Kurzem in der EU gesetzlich verboten. Dadurch sind internationale Unternehmen gezwungen, ihre Produkte für den europäischen Markt neu zu formulieren.
DEA und TEA
DEA und TEA sind Emulgatoren und Schaummittel, die Shampoos zugesetzt werden. Diese Stoffe regulieren den Säuregehalt von Shampoos und machen sie dickflüssiger, bieten jedoch keine Vorteile für die Haut.
DEA und TEA werden aus Kokosöl gewonnen, weshalb man denken könnte, dass es sich um natürliche Inhaltsstoffe handelt. Das Gegenteil ist der Fall. Die Fettsäuren aus dem Kokosöl werden nämlich mit Diethanolamin gemischt, wodurch eine chemische Reaktion entsteht. DEA und TEA sind also keine natürlichen Inhaltsstoffe!
Genau wie bei SLS können sich Nitrite bilden, wodurch DEA und TEA krebserregend sein können. Sie können insbesondere Krebs in den Nieren und der Leber verursachen. Außerdem können sie den Hormonhaushalt stark durcheinanderbringen und die (Kopf-)Haut sowie die Augen enorm reizen. Ach ja, sie sind auch gut darin, allergische Reaktionen auszulösen. Also weg damit!
Silikone
Silikone sind synthetische Stoffe, die seit Jahren Haarstyling-Produkten zugesetzt werden. Silikone sorgen dafür, dass dein Haar schön glänzt. Na ja... dein Haar? Es bildet sich eine glänzende Schicht um dein Haar. Diese Schicht lässt dein Haar dicker und gesünder wirken, aber die Realität sieht anders aus. Durch diese Schicht bekommt dein Haar nämlich nicht ausreichend Sauerstoff, wodurch es spröde wird und in manchen Fällen sogar bricht oder ausfällt. Silikone sind also ein echtes no go beim Kauf von Shampoo!
All diese oben genannten synthetischen Inhaltsstoffe willst du also absolut nicht in deinem Shampoo! Schau daher immer genau auf das Etikett, bevor du Shampoos kaufst. Aber glücklicherweise gibt es auch natürliche & gesunde Alternativen, die gut für die Pflege deiner Haare sind.

Glücklicherweise sind immer mehr Shampoos ohne unnötige synthetische Zusätze zu finden. Am Anfang muss man vielleicht etwas suchen, aber wenn du erst einmal das perfekte Shampoo gefunden hast, ist die Suche es wert!
Mein persönlicher Favorit ist ein Shampoo, das von einer lokalen Community im Regenwald Nordthailands hergestellt wird. Dieses Shampoo enthält unter anderem Zitronengras und riecht wirklich himmlisch! Ich habe sofort gemerkt, dass mein Haar mehr Volumen bekam und wieder schön glänzte. Auch meine Kopfhaut fühlt sich jetzt herrlich weich an. Besonders in Kombination mit dem 100% natürlichen Conditioner und der Body Wash eine echte Empfehlung!
Ach ja: Als ich herausfand, dass dieses Shampoo in 100% recyceltem Kunststoff verpackt ist, habe ich es noch mehr geliebt. Weil ich so ein Fan dieses Shampoos bin, bieten wir es jetzt auch auf der Website an!
Und... hast du schon auf deine Shampooflasche geschaut, ob sie diese synthetischen Stoffe enthält? ;)
Autorin: Aurelie Deloo