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Ein Thema, über das wir nicht gerne sprechen: Körpergeruch – und warum auch? Am liebsten verstecken wir uns hinter einem angenehm duftenden Deodorant, der unsere Achseln obendrein bis zu 48 Stunden trocken hält.
Problem gelöst, oder...?
Er ist aus unserer täglichen Routine nicht mehr wegzudenken: Deodorant. Wir können nicht mehr ohne. Oft tragen wir ihn mehrmals täglich auf eine unserer empfindlichsten Hautstellen auf – die Achseln.
Unsere Haut ist unser größtes Organ und nimmt Stoffe von außen auf. Und ausgerechnet die dünne Haut deiner Achseln ist ein Ort, an dem das besonders leicht geschieht. Die Stoffe, die deine Haut absorbiert, können in die Blutbahn und von dort in den gesamten Körper gelangen.
Du verstehst inzwischen, dass es also nicht ganz unwichtig ist, was du genau auf deine Haut aufträgst.
Ich selbst bin zu homemade Deodorant gewechselt, und der Grund dafür ist einfach, aber eindeutig. Gewöhnlicher Deodorant enthält allerlei Inhaltsstoffe, die unnötig und sogar schädlich sind. Stoffe, die unsere Achselhaut leider leicht aufnimmt und so an Stellen im Körper gelangen, wo sie nichts zu suchen haben.
Insbesondere diese 5 Inhaltsstoffe solltest du unbedingt vermeiden:
1. Parabene
Parabene können die normalen Hormonfunktionen stören, da dieser Stoff die Wirkung von Östrogen imitiert. Er bindet sich an Östrogenrezeptoren und verursacht auf diese Weise allerlei Probleme. In der Inhaltsstoffliste werden Parabene häufig aufgeführt als Methyl-, Ethyl-, Propyl- und ButylParabene.
2. Aluminium
Die antitranspirant Wirkung von Deodorant entsteht durch Aluminiumsalze. Diese absorbieren die Feuchtigkeit und vermitteln ein trockenes Gefühl. Leider nimmt unsere Haut das Aluminium wieder auf, das so in die Blutbahn gelangt, und die Auswirkungen auf unseren Körper sind besorgniserregend. Aluminium ist ein Metall, das oxidativen Stress verursacht und insbesondere Zellen in unserem Nervensystem schädigen kann. Aluminium ist in der Inhaltsstoffliste meist angegeben als Aluminiumchlorid oder Aluminiumhydrochlorid. Achte übrigens auf Deodorants in der Drogerie, die behaupten, 100 % natürlich zu sein und aus so einem Salzstein zu bestehen – das ist häufig immer noch Aluminiumsalz!
3. Propylenglykol
Propylenglycol ist ein aus Erdöl hergestellter Stoff, der in Kosmetikprodukten als 'erweichendes', schmierendes Mittel eingesetzt wird. In Deodorant also, um deine Achseln weicher und glatter zu machen. Propylenglycol wird mit Leber- und Nierenschäden in Verbindung gebracht und soll auch nicht gut für Herz und Nervensystem sein. Andere Stoffe, die aus Erdöl hergestellt werden, werden ebenfalls stark abgeraten. Unter den Inhaltsstoffen sind sie erkennbar als petrolatum, vaseline, paraffinum-liquidum, paraffinum-subliquidum cera microcristallina (hart-paraffine), microcrystalline wax, mineral oil, ozokerit, ceresin, C 11-12 of C 13-14 isoparaffin.
4. Phthalate
Um Deodorant und andere kosmetische Produkte gut mischbar zu machen, werden häufig Weichmacher, also Phthalate, hinzugefügt. Leider wird die Anwesenheit dieses Stoffs im Blut und Urin schwangerer Frauen mit Geburtsfehlern in Verbindung gebracht, da er – ähnlich wie Parabene – den Hormonhaushalt stören kann. Phthalate sind an diesen Namen erkennbar: di-2-ethylhexyl phthalate (DEHP), di-isononyl phthalate (DINP), diethyl phthalate (DEP) en dibutyl phthalate (DBP).
5. Triclosan
Triclosan ist ein weißes Pulver mit einem aromatischen Geruch, das stark reinigend wirkt. Dieser Stoff wirkt als Geruchsbekämpfer, Konservierungsmittel und Desinfektionsmittel und scheint daher ein idealer Inhaltsstoff für ein Deodorant zu sein. Aber leider ist Triclosan auch als Pestizid eingestuft.
Es war mir sofort klar: Ich sollte mein Deodorant lieber heute als morgen aus dem Haus schaffen.
Gibt es denn überhaupt keine Deodorants zu kaufen, die wirklich okay sind?
Die gibt es durchaus, aber dafür musst du meistens in ein Naturkostgeschäft gehen. Nachdem ich das herkömmliche Deodorant aus meinem Badezimmer verbannt hatte, bin ich zunächst auch ins Naturkostgeschäft gegangen. Der Preis ist leider etwas hoch, aber was die Inhaltsstoffe betrifft, ist es definitiv in Ordnung.
Leider wirkten die natürlichen Deodorants bei mir nicht optimal, und ich hatte mit meiner empfindlichen Haut immer noch Probleme mit der Menge an Alkohol, die oft enthalten ist.
Ich fing an, mit der Herstellung eines eigenen Deodorants zu experimentieren, und das erwies sich auch noch als ganz einfach! Mit nur 5 Zutaten kannst du bereits ein super gutes Deodorant herstellen, das gut riecht und dich herrlich frisch hält.
4 EL pure Sheabutter (lies hier mehr über die Vorteile von Sheabutter)
2 EL Mandelöl
2 EL Backpulver
2 EL Tapiokamehl (oder Maisstärke / Pfeilwurzelmehl)
ein paar Tropfen ätherisches Öl nach Wahl für einen angenehmen Duft (ich habe Zitrone verwendet)

Eine Messerspitze Aktivkohle; gibt deinem Deodorant eine etwas stärkere Wirkung. Achtung: Die Kohle färbt leicht ab, nur mit dunkler Kleidung verwenden!
Tea Tree ätherisches Öl; für eine extra reinigende Wirkung. Tea Tree unterstützt außerdem die Haut nach dem Rasieren.
Schmelze die Sheabutter im Wasserbad
Füge das Mandelöl, Tapioka, Backpulver und ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzu
Rühre alles gut durch, bis eine glatte, gleichmäßige Masse entstanden ist
Gieße es in ein Töpfchen oder Döschen
Lass es abkühlen, bis es fest geworden ist (ggf. im Kühlschrank)
Sobald es fest geworden ist, ist es gebrauchsfertig. Reibe einfach ein wenig von der selbstgemachten Mischung auf deine Finger und verteile sie dann auf deinen Achseln.
Es klingt sehr einfach, funktioniert aber unglaublich gut. Und das ohne Sprühdosen und unerwünschte Zutaten!
Es kann übrigens sein, dass du etwas empfindlich auf Backpulver reagierst oder dass es Reizungen verursacht (Backpulver ist alkalisch, während unsere Haut einen sauren pH-Wert hat; das kann bei manchen eine harmlose Reaktion auslösen – Backpulver ist ansonsten völlig sicher).
Falls das der Fall ist, verwende die Hälfte der im Rezept angegebenen Menge Backpulver oder füge, wie ich es getan habe, etwas Saures wie ätherisches Öl von Zitrone oder Orange hinzu, um den pH-Wert deines Deodorants näher an den der Haut zu bringen.
Wenn du weiterhin Beschwerden hast, lass das Backpulver ganz weg und füge zusätzliches Tapiokamehl hinzu.
"Was du nicht essen kannst, solltest du auch nicht auf deine Haut schmieren!"
Leider gilt nicht nur für Deodorant, dass so viele schädliche Zutaten hinzugefügt werden. Wenn du Pflegeprodukte einkaufst, schau dir die Zutatenliste genau an und halte dich, um es einigermaßen einfach zu halten, an diese Richtlinien:
Wenn eines der 5 oben genannten Zutaten enthalten ist, lass es auf jeden Fall stehen.
Wenn Zutaten Begriffe wie 'PEG' oder Nummern enthalten oder fast unaussprechlich sind, ist es meistens auch keine gute Wahl.
Sollte es dir alles zu viel werden und kommst du nicht mehr weiter, halte dich an diese einfache Regel: Was du nicht essen kannst, schmiere es auch nicht auf deine Haut!
Verwendest du bereits ein DIY-Deodorant? Welche Zutaten nutzt du am liebsten? Lass uns unten wissen, was deine Erfahrungen sind!
Autor: Hannah van der Horst